Stefan-Michael Günther, in-put
Stefan-Michael Günther, in-put

„Verschlüsselung darf nicht optional sein - sie sollte der Standard sein“

Stefan-Michael Günther, in-put

Herr Günther, warum engagiert sich Ihr Unternehmen bei der Krypto Charta?

“Wir stoßen bei unseren Kunden immer noch auf Unverständnis, wenn wir sie auf das Thema E-Mail-Verschlüsselung ansprechen. VPN-Verbindungen sind eine Selbstverständlichkeit, beim Online-Einkauf wird auf eine Verschlüsselung mit https geachtet und verschlüsselte Datenträger sind State-of-the-art. Nur die E-Mail-Kommunikation erfolgt immer noch unverschlüsselt - das Bild von der elektronischen Postkarte, die jeder lesen kann, hat leider weiterhin Bestand.“

Was bremst Ihrer Meinung nach den Einsatz von E-Mail-Verschlüsselung?

„In unseren Gesprächen mit Kunden werden häufig die drei folgenden Gründe genannt: Erstens das typische Henne-Ei-Problem: „Die anderen verschlüsseln doch auch nicht, warum sollen wir es dann tun?“. Die nächste Begründung ist die Einschätzung, man würde nichts schützenswertes per E-Mail verschicken und es würde sich sowieso niemand für das Unternehmen interessieren. Und zu guter Letzt ist es die Unsicherheit hinsichtlich der zu erwartenden Kosten?“

Welchen Beitrag wird Ihr Unternehmen liefern?

„Mit dem E-Mail-Encryption Gateway Ciphermail bieten wir eine Open Source Lösung an, die sich bereits seit mehreren Jahren auf dem Markt bewährt hat. Gerade im Bereich der IT Sicherheit sollte man offenen Lösungen den Vorzug vor proprietären Produkten geben. Mit PGP, S/MIME und PDF werden die wichtigsten Verschlüsselungsverfahren unterstützt. Zusatzfunktionen wie beispielsweise Data Leak Prevention und die Cluster-Fähigkeit zeigen die Leistungsfähigkeit dieser Lösung.“